Erhöhter Augendruck

22.08.2022
  1. Start
  2. Erhöhter Augendruck

Augendruck entsteht durch Kammerwasser

Die runde Form des Auges wird durch den Augendruck gewährleistet – er sorgt dafür, dass das Auge nicht in sich zusammenfällt. Auch sorgt er dafür, dass die verschiedenen Schichten des Auges fest anliegen, dies ist insbesondere bei der Netzhaut wichtig. Doch wie wird ein solcher Druck aufgebaut? Die Antwort findet sich in der Bildung des sogenannten Kammerwassers. Dieses wird im Ziliarkörper produziert und fliesst vom hinteren Teil des Auges in den vorderen Bereich, wo es schliesslich im Kammerwinkel wieder abtransportiert wird.

Ungleichgewicht führt zu Druckerhöhung

Die Entstehung eines erhöhten Augendrucks beruht auf einem gestörten Gleichgewicht zwischen Bildung und Abtransport von Kammerwassers. Verschiedene Ursachen können zu einer Überproduktion von Kammerwasser führen, andere aber auch den Abtransport behindern (z.B. Engstellen im Kammerwinkel, Veränderungen der im gesamten Abflusssystem, inklusive der Gefässe). Auch Medikamente können einen erhöhten Augendruck verursachen. Normale Augendruckwerte liegen im Bereich zwischen 11-21 mmHg. Ist der Augendruck zu hoch so kann vor allem der Sehnerv eine unwiderrufliche Schädigung davon tragen. Dies geschieht in der Regel unbemerkt und zu Beginn ohne das Auftreten von Symptomen. Erst im Laufe der Zeit wird eine starke Einschränkung des Sehvermögens im Sinne eines Gesichtsfelddefektes (Skotom) vom Patienten selbst wahrnehmbar.

Zahlreiche Risikofaktoren bekannt

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die den Augendruck erhöhen können. Dazu gehören ein fortgeschrittenes Lebensalter, eine genetische Vorbelastung, die Ethnie (dunkle Hautfarbe), Verletzungen der Augen, eine schwere Kurz- oder Weitsichtigkeit, schwere Augenentzündungen sowie Allgemeinerkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Migräne.

Messung des Augendrucks durch Tonometrie

Die Messung des Augendrucks kann durch unterschiedliche Methoden erfolgen. Eine ist die Bestimmung des Drucks durch das Abtasten des Augapfels von aussen mit den Fingern. Dadurch kann der Augenarzt grob abschätzen, ob eine Druckerhöhung vorliegen könnte. Durch eine sogenannte Tonometrie kann der Augendruck näher bestimmt werden. Dazu muss ein Kontaktglas auf die Augenoberfläche aufgesetzt werden. Da dies etwas unangenehm sein kann, werden die Augen vorgängig durch Tropfen betäubt. Ist der Augendruck in der Untersuchung erhöht, so erfolgen anschliessend weitere Abklärungen, insbesondere die Prüfung des Gesichtsfeldes.

Risikoreduktion durch Anpassungen des Lebensstils

Ein erhöhter Augendruck kann nicht direkt vorgebeugt werden. Allerdings führen verschiedene Massnahmen zu einer Reduktion des Risikos. Dazu gehören beispielsweise ausreichend Bewegung sowie das Vermeiden von Rauchen und einem zu hohen Blutdruck.

Fazit

Ein erhöhter Augendruck kann das Auge und insbesondere den Sehnerven unbemerkt schädigen. Regelmässige Messungen des Augendrucks sind daher, insbesondere ab dem 40. Lebensjahr, dringend zu empfehlen, um etwaige Schäden zu vermeiden. Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin! Ihre Augenärzte in Zürich Wallisellen untersuchen und beraten Sie gerne.