Retinopathia centralis serosa

Stressfaktoren können zu Netzhautablösung führen

Stress kann verschiedene Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und so auch das Auge betreffen. Bei einer Erkrankung der Netzhaut, der Retinopathia centralis serosa kommt es u.a. durch ein erhöhtes Stressniveau zu Augenproblemen.

Bei starkem Stress steigen Hormone wie Cortisol und Adrenalin, aber auch der Blutdruck in der Regel an. Dadurch können Risse und Lecks in der Aderhaut entstehen. Durch diese kann Flüssigkeit unter die Netzhaut fliessen und diese abheben oder sogar ganz ablösen (Netzhautablösung oder Amotio retinae).

Oft Männer mit beruflichen Stresssituationen betroffen

Die Erkrankung betrifft v.a. Männer zwischen 20 und 50 Jahren. Besonders Personen, die schlecht mit Stress umgehen können bzw. sehr stressigen beruflichen Situationen ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko zu erkranken. Man spricht bei im Berufsleben sehr ehrgeizigen Persönlichkeits-Typen von sogenannten Typ A-Persönlichkeiten.

Symptome einer Retinopathia centralis serosa

Eine Retinopathia centralis serosa kann sich durch verschiedene Symptome wie eine Sehminderung oder durch Skotome (Gesichtsfeldausfälle) äussern. Zudem können das Farb- und Kontrastsehen beeinträchtigt sein. Häufig sind beiden Augen betroffen.

Verlaufsform entscheidend für die Prognose

Bei der Erkrankung werden je nach Dauer zwei verschiedene Verlaufsformen unterschieden: die akute und die chronische (Dauer über 6 Monate). Je nachdem unterscheidet sich auch die Prognose. Generell gilt: je länger die Retinopathie besteht, desto schlechter.

Diagnostik durch verschiedene Untersuchungen

Der Augenarzt sieht bei der Untersuchung der Augen mit der Spaltlampe eine Flüssigkeitseinlagerung in der Netzhaut im Augenhintergrund. Neben der Spaltlampenuntersuchung wird in der Regel ein OCT (optische Kohärenztomographie) durchgeführt, in der die Netzhautabhebung besser beurteilt werden kann.

Stressreduktion als wichtigster Faktor in der Behandlung

Besonders wichtig ist in der Therapie einen etwaig erhöhten Stresspegel zu reduzieren. Hier können Atem- und Entspannungstechniken oder Sportarten wie Yoga oder Pilates hilfreich sein. In den meisten Fällen verschwinden die Symptome von alleine, die Erkrankung ist selbstlimitierend. Jedoch kommt es in einigen Fällen im Laufe der Zeit zu einem erneuten Auftreten.

Sollte die Erkrankung sich nicht von alleine zurückbilden, können andere Optionen wie eine Laserbehandlung oder eine photodynamische Therapie erwogen werden.

Mit dem Laser können die Risse und Lecks geschlossen bzw. die Netzhaut wieder angelegt werden. Unter Umständen können auch VEGF-Hemmer, also Medikamente die das Wachstum neuer Gefässe hemmen, in das Auge eingespritzt werden.

Medikamente, die Cortison enthalten sollten nicht mehr eingenommen werden. Andere Medikamente hingegen können einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben, so z.B. Medikamente gegen Helicobacter pylori, Aspirin, Medikamente gegen Pilze oder die Höhenkrankheit oder auch sogenannte Aldosteron-Antagonisten.

Fazit

Stress kann negative Auswirkungen auf den gesamten Körper und auch auf die Augen haben. Leiden auch Sie unter starker Anspannung und haben Probleme mit den Augen und dem Sehen? Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin bei einem Augenarzt, um das Vorliegen einer Retinopathia centralis serosa auszuschliessen oder diese gegebenenfalls optimal behandeln zu können. Ihre Augenärzte in Zürich Wallisellen untersuchen und behandeln Sie gerne!

 

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